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Schmuck-Unikate in japanischer Schmiedekunst
   

Mokume Gane Trauringe sind immer Unikate
Warum ist das so? 

Wenn wir ein Paar Trauringe unter gleichen Voraussetzungen ganz genau gleich noch ein zweites Mal schmieden wollten -  es würde uns nicht gelingen. Warum ist das so? 

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Am besten erkläre ich Euch das am Beispiel dieser drei Ringpaare. Schauen wir uns doch das Muster der Ringe einmal etwas genauer an:


 
 



Auf den ersten Blick sehen sich die Ringe alle sehr ähnlich. Trotzdem unterscheiden sie sich im direkten Vergleich doch so sehr, dass man sie ohne weiteres voneinander unterscheiden kann. Und das, obwohl wir alle Paare auf die gleiche Art geschmiedet haben, nämlich

° fugenlos
° mit einem Wellenmuster
° mit gleicher Grundfarbe aus hellem und dunklem Weißgold und Silber
° mit gleich vielen Schichten (Lagen)
° mit gleicher Farbverteilung


Warum sehen sie verschieden aus?

Zum einen liegt es an den unterschiedlichen Breiten der Ringe. Bei einem breiten Ring muss beim Schmieden sehr viel mehr Masse bewegt werden als bei einem schmaleren Ring. Dadurch werden die Edelmetalle viel mehr verschoben (außerdem haben sie ja auch noch ganz unterschiedliche Härten) - und schon sieht das Muster anders aus.
Auch die Ringweite spielt eine entscheidende Rolle - bei einem großen Durchmesser muss nicht so viel Metall bewegt werden wie bei einer kleinen Ringgröße - und ZACK: schon wieder sieht das Muster anders aus...

(Könnt Ihr Euch vorstellen, wie schwierig es hinzubekommen ist, dass das Muster bei beiden Ringen gleich aussieht, wenn ein Ring eine sehr große Ringweite braucht und das Gegenstück dazu eine sehr kleine? Ein wahres Kunststück!)

Der Hauptfaktor aber, warum die Ringe trotz gleichem Aufbau doch unterschiedlich aussehen, ist jedoch der "Faktor Mensch". Denn der Mokume-Schmied arbeitet nicht immer gleichmäßig (er ist ja keine Maschine) und bei hunderten von Hammerschlägen, Feil- und Schmirgelstrichen, Stauchen und Glühen gibt es für die Edelmetalle viele viele Gelegenheiten, sich ganz anders zu verhalten als erwartet und vom Schmied beabsichtigt...

Ihr seht also: selbst wenn wir uns die größte Mühe geben würden, ein Paar Trauringe ganz genau gleich noch ein zweites Mal zu schmieden - es würde uns nicht gelingen!

Und das ist gut so.

 

 

Permalink zu diesem Artikel:
http://mokume-saar.de/mgd.php?chronik_archiv=20160321-2309

 

Erstelldatum:
21.03.2016

Interne Referenz: [[chronik:20160321-2309;]]

 

 

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